Unternehmen • Produkte • Lösungen • Support • Kontakt
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Der Formenbau ist bei Kunststoffartikeln häufig das letzte Glied in der Prozeßkette und trägt eine besondere Verantwortung für die Fertigstellung des Produktes in der erforderlichen Qualität zum erforderlichen Termin. Neben dem harten globalen Wettbewerb stehen Formenbauer auch im Wettbewerb untereinander, die effizientesten Lösungen für immer neue Anforderungen der Kunden zu entwickeln.
TopSolid'Mold ermöglicht eine schnellere Konstruktion von Spritzgußwerkzeugen, indem Routineaufgaben automatisiert werden, die Prozeßkette von der Produktentwicklung bis zur Fertigung der Werkzeugkomponenten durch eine durchgängige CAD/CAM-Kette beschleunigt wird und durch moderne Techniken des Zusammenarbeitens die Entwicklung parallelisiert werden kann.
Ein großer Teil von Spritzgußwerkzeugen besteht aus Normteilen, welche von
externen Herstellern zugekauft werden. TopSolid'Mold beinhaltet u.a.
Bibliotheken von Hasco,
Meusburger,
Strack-Norma, DME und Rabourdin, welche
ständig aktualisiert werden. Die Suche der Bauteile erfolgt intelligent nach
einfachen Kriterien, z.B. wird eine Säule einfach nach der Dicke der Platten
bestimmt und auch automatisch aktualisiert, wenn diese sich ändern. Ein
langwieriges Blättern und Suchen nach dem passenden Teil entfällt.
Alle Normteile in TopSolid enthalten Prozesse, so daß alle Elemente der Baugruppe automatisch für den Einbau der neuen Komponente bearbeitet werden können. Es entfällt ein mühsames, manuelles Setzen von entsprechenden Bohrungen und Freimachungen. Hierbei können die Spiele und Aufmaße, z.B. für Passungen und Freibohrungen, individuell für einen Kunden oder ein Projekt konfiguriert werden. Wenn dies sinnvoll ist, enthalten die Prozesse auch alle Informationen zur Bearbeeitung in TopSolid'Cam, so daß die NC-Programmierung in diesem Fall komplett automatisiert wird und damit Fehler vermieden werden.
TopSolid'Mold berechnet einen automatischen Trennvorschlag für das Produkt.
Gleichzeitig können aber das Fachwissen des Konstrukteurs und auch nachgelagerte
Fertigungsaspekte brücksichtigt werden, indem die Trennline manuell geändert und
festgelegt werden kann. Dem Anwender steht eine übersichtliche graphische Hilfe
bei der Festlegung der Trennlinien und Trennflächen zur Verfügung. Trennflächen
werden mithilfe speziell optimierter Funktionen erstellt. So werden
Zeiteinsparungen bis zu 80% bei der Trennflächenkonstruktion gegenüber
herkömmlichen CAD-Systemen erzielt. Diese Funktionen wurden in Zusammenarbeit
mit namhaften Formenbauern in aller Welt entwickelt und unterstützen den
Konstrukteur optimal in seiner Arbeitsweise.
Die Auslegung der Formtemperierung ist eine zeitraubende Sache, wenn man dabei
keine Unterstützung hat. TopSolid'Mold hat spezielle Funktionen dafür. Es wird
einfach der Verlauf des Kühlkreislaufes gezeichnet, und die erforderlichen
Bohrungen werden inklusive Überlänge automatisch erstellt. Hierbei werden
Kollisionen mit dem Bauteil oder anderen Elementen des Werkzeuges erkannt.
Kühlkanäle können darüber hinaus einfach verändert und kopiert werden, was die
Erstellung komplexer Kühlsysteme zusätzlich erleichtert. Der Einflußbereich der
Kühlung kann auf dem Werkstück dargestellt werden, so daß die Kühlwirkung im
voraus schon abgeschätzt werden kann. Auch Kühlungen mit Steigbohrungen werden
mit den Zu- und Ablaufbohrungen selbsttätig erzeugt.
Die fertige Werkzeugkonstruktion kann mit einer Funktion direkt in die übliche
aufgeklappte Darstellung für eine 2D-Zeichnung aufgeteilt werden. Die
erforderlichen Bemaßungen für die Positionen von Normteilen sowie die
Abmessungen der Formplatten können automatisch erzeugt werden. Einzelteilzeichnungen
werden direkt aus der Baugruppe heraus erzeugt, sind automatisch bemaßt und
immer auf dem neuesten Stand. Die Kühlkanäle können mithilfe einer speziellen
Funktion hervorgehoben werden, um die genaue Führung der Kreisläufe
darzustellen.
Die automatische Numerierung der Teile für die Stückliste gemäß einem einestellbaren System spart viel Zeit und erzeugt fertige und vollständige Stücklisten nahezu automatisch. Die Stücklisten können manuell verändert und beliebig formatiert werden, z.B. zur Übergabe an Excel oder Systeme zur Materialdisposition.
TopSolid bietet eine umfangreiche Auswahl von Standardschnittstellen. Dazu gehören STEP, Parasolid, IGES, SAT, DXF oder DWG. Für eine noch bessere Übernahme von Daten stehen auch Direktschnittstellen für CATIA V4 und V5, Unigraphics, Pro/Engineer, Inventor, SolidWorks, SolidEdge und Euclid zur Verfügung. Ebenfalls können, bis auf wenige Ausnahmen, auch Konstruktionen in diesen Formaten an Partner und Kunden weitergegeben werden.
Neben der 3D-Geometrie werden, soweit das Format dies zuläßt, Folienbelegung, Farben auch einzelner Flächen, Baugruppenstruktur und Teilebezeichnungen übernommen, was die Orientierung in importierten Konstruktionen erleichtert.
Es stehen leistungsfähige Funktionen für die automatische und halbautomatische Reparatur von Modellen sowie deren kunststofftechnische Aufbereitung zur Verfügung. Im Falle von Bauteiländerungen können die geometrischen Unterschiede zwischen verschiedenen Versionsständen markiert und automatisch in die Konstruktion eingepflegt werden.
Dem steigenden Wettbewerbsdruck ist es zu danken, daß die Anzahl von Anfragen an
den Formenbau ständig steigt und demzufolge die "Trefferquote" ständig sinkt.
Umso wichtiger wird es, exakt zu kalkulieren und mögliche Probleme bei der
Realisierung des Bauteils im Ansatz zu erkennen, um die Rentabilität des
Unternehmens nicht zu gefährden. Hierzu gibt TopSolid'Mold der Konstruktion
Werkzeuge an die Hand wie die Analyse der Entformbarkeit des Bauteils, das
Erkennen von Hinterschnitten und anderen möglichen Schwierigkeiten.
Durch den neuen Entwurfsmodus kann sehr rasch bei komplexen Projekten eine Funktionsskizze des Werkzeuges erstellt werden, welche nicht nur als Basis verwendet werden kann, wenn es zum Auftrag kommt, sondern auch in 3D dem Kunden präsentiert wird und es ermöglicht, mit diesem bereits in einem frühen Stadium Absprachen zu treffen, die Auslegung zu optimieren und damit letztlich allen Seiten Kosten einzusparen.
So seltsam es sich anhört: in einer 3D-Baugruppe kann es einfach nur passen.
Fehler wegen nicht passender oder vergessener Bohrungen, nicht eingebrachter
Normteile usw. gehören der Vergangenheit an, da Prozesse von den Normteilen
automatisch eingebracht und Kollisionen zwischen den Bauteilen von selbst
erkannt werden. Zudem verschafft das 3D-Modell natürlich einen sehr viel
besseren Überblick über die Konstruktion und ermöglicht dadurch dem Konstrukteur
eine effizientere und sicherere Planung des Werkzeuges. Durch die Entlastung von
Routine wird Zeit frei für die eigentlich wertschöpfenden Tätigkeiten.
Konstruktionsalternativen können schnell ausprobiert und gegeneinander abgewogen werden, um so eine bessere Qualität zu erreichen und kreative, kostengünstige Lösungen zu erzielen.