Floating Lizenz versus Dongle: Was Sie wissen sollten!

Mit dem Erwerb einer neuen Software stellt sich automatisch die Frage nach der Nutzungs- und Zugangsverwaltung der erworbenen Lizenz. Soll nur ein Mitarbeiter von verschiedenen Orten auf die Software zugreifen oder teilen sich mehrere Mitarbeiter eine Lizenz?

 

Grundsätzlich unterscheidet man drei Varianten für Ihren Zugang zur Software auf Ihrem Arbeitsrechner:

 

1. Zugang via Dongle:

Ein Dongle ist vergleichbar mit einem Schlüssel und sieht aus wie ein USB-Stick. Steckt man diesen in den Rechner, so haben Sie direkt Zugang zum Programm.

 

2. Zugang via Floating Lizenz:

Dabei wird die Verwaltung der Lizenz über einen sogenannten Floating Server inhouse gesteuert. 

 

3. Zugang via Internet:

Sie loggen sich auf der Seite des Herstellers im Internet ein und erhalten Zugriff auf das Programm. 

 

TopSolid bietet Ihnen derzeit die beiden ersten Möglichkeiten an, da man mit TopSolid auch komplett offline arbeiten können soll. 

 

Für wen ist welcher Zugang zu empfehlen?

Beide Systeme haben Ihre Vor- und Nachteile und werden aufgrund der Software-Nutzung im Unternehmen und der Größe des Teams unterschiedlich empfohlen. In der Regel kommt man bei 1-2 MitarbeiterInnen im Unternehmen, die mit TopSolid arbeiten, mit einzelnen Dongeln gut zurecht. Ab drei Arbeitsplätzen, oder wenn von mehreren Orten und Rechnern auf die Lizenzen zugegriffen und die Dongles nicht hin und her getragen werden sollen, lohnen sich Floating-Lizenzen. Hierzu muss einmalig ein Lizenzserver für ca. € 1.000 im Unternehmen eingerichtet werden. Auf diesem werden die TopSolid-Lizenzen vorgehalten und können von jedem dazu berechtigten Nutzer abgerufen werden.

 

Hier ein Beispiel: Das Unternehmen hat 3 CAD-Lizenzen und nur eine Lizenz für CAM, welche sich mehrere MitarbeiterInnen teilen. Verwendete man Dongles, so müßte derjenige Dongle mit CAM-Lizenz immer hin- und hergereicht werden. Wechselt man nun ins Home Office, so nimmt ein Mitarbeiter den Dongle mit dem CAM mit. Damit haben die anderen keinen Zugriff mehr darauf, obwohl diese Lizenz im Home Office nicht permanent gebraucht wird.

 

Das ist mit Floating-Lizenzen anders. Sobald die Lizenz frei ist, können andere über den Server darauf zugreifen. In der Regel ist man mit Floatinglizenzen somit flexibler und kann bei der Anzahl zu erwerbender Lizenzen einsparen. Gerade in Zeiten von spontanem bzw. pandemie-bedingtem HomeOffice ist man dankbar, wenn man wesentlich flexibler mit Floating Lizenzen aufgestellt ist. Auch ist die Nutzung von unterwegs einfacher möglich.

 

Betrachtung aus Kostensicht

Aus reiner Kostensicht betrachtet zahlt man für die Floating-Lizenzen in der Regel gleich viel, obwohl man sich erst einmal einen Floating Server zulegen muss. Ausnahmen gibt es bei Direktschnittstellen. Doch die Einsparungen an insgesamt anzuschaffenden Lizenzen überwiegen nahezu immer die Mehrausgaben für das Floating.

 

Mehr Flexibilität mit Floating

Der Vorteil beim Floating liegt klar in der Flexibilität der Verwendung. Auch läuft man nicht Gefahr, einen Dongle und damit die Lizenz zu verlieren. Nur wenn der Dongle defekt ist, zerstört wird oder nachweislich gestohlen wurde, besteht ein Anspruch auf einen Ersatz. Jedoch verliert oder verlegt man diesen, so ist die gesamte Lizenz weg. Aus diesem Grund sollte man mit dem Erwerb eines Dongles immer auch eine Versicherung abschließen und Dongles eindeutig kennzeichnen, denn von außen ist sonst nicht erkennbar, welche Lizenzen darauf verfügbar sind.

 

Haben Sie weitere Fragen zum Thema Dongle und Floating, nehmen Sie mit uns Kontakt auf. Wir beraten Sie gerne individuell!