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Die CAD-Checkliste für den Metallbau: Finden Sie die richtige Software für Ihren Betrieb

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Wir kennen Ihren Alltag: Morgens als Erster in der Werkstatt, tagsüber auf der Baustelle und abends am Schreibtisch, um Angebote zu kalkulieren und die Konstruktionen für den nächsten Tag vorzubereiten. Die Zeit ist knapp, gute Fachkräfte sind rar und die Anforderungen der Kunden steigen. Wenn Sie unter diesem ständigen Druck eine neue 3D-CAD-Software einführen möchten, muss diese Lösung Ihren Alltag erleichtern und darf nicht zu einem weiteren Zeitfresser werden.

Es gibt über 300 CAD-Programme auf dem Markt – die Evaluation ist also eine komplexe und zeitraubende Aufgabe. Um Ihnen den Weg zu erleichtern, haben wir diese Checkliste zusammengestellt. Sie zeigt Ihnen genau, auf welche Funktionen Sie heute im Metallbau Wert legen müssen und wie Sie den Auswahlprozess strategisch richtig angehen.

 

Teil 1: Die Funktions-Checkliste – Das muss Ihre neue CAD-Software können

Folgende Kriterien sollten ganz oben auf Ihrer Liste stehen:

  • Freies und parametrisches Konstruieren im 3D: Sie brauchen grenzenlose Flexibilität. Die Software muss es Ihnen erlauben, völlig frei im 3D-Raum zu konstruieren, ohne dass Sie von starren, vorgefertigten Generatoren abhängig sind. Da parametrisches Arbeiten in der Konstruktion heute Stand der Technik ist, sollten Sie zwingend auf diesen Aufbau achten. Das bedeutet für Ihren Alltag: Sie können Änderungen an Ihren Konstruktionen jederzeit schnell und flexibel durchführen. Zudem lassen sich bestehende Konstruktionen durch ein paar kleine Anpassungen als Varianten für neue Projekte extrem schnell wiederverwenden. Wenn Sie ein Bauteil anpassen, wird diese Änderung automatisch und ohne Ihr Zutun in allen Baugruppen und Zeichnungen nachvollzogen.
  • Hohe Performance bei großen Baugruppen: Produkte und Modelle werden immer komplexer und enthalten immer mehr Daten. Auch umfangreiche Baugruppen müssen sich in Echtzeit und ohne große Wartezeiten öffnen und bearbeiten lassen. Die Software muss die Fähigkeiten moderner Grafikkarten voll ausnutzen.
  • Integriertes PDM-System: Eine geordnete Datenablage ist das Rückgrat Ihres Büros. Ein integriertes Produktdatenmanagement (PDM) sorgt für die digitale Haltung und Verteilung aller relevanten Dokumente und bietet volle Nachvollziehbarkeit bei Änderungen. So haben Sie stets die richtige Version Ihrer Konstruktionen, Zeichnungen und Baugruppen griffbereit und können auch reibungslos im Team arbeiten.
  • Automatische Workflows (Zeichnungen, Stücklisten & Nesting): Der größte Hebel für Ihre Zeitersparnis. Routineaufgaben müssen ohne großen, individuellen Programmieraufwand automatisiert ablaufen können. Die Software sollte auf Knopfdruck 2D-Zeichnungen, Abwicklungen und passgenaue Stücklisten direkt aus dem 3D-Modell generieren. Hinzu kommt die automatische Zuschnittoptimierung (Nesting), die Ihre Stäbe optimal auf den Rohprofilen verschachtelt.
  • Anbindung für schnelle Angebotserstellung: Kein Unternehmen lebt auf einer Insel. Die Software muss flexibel Informationen an andere Systeme im Unternehmen übergeben können, beispielsweise an ERP-Systeme für die Teilebeschaffung oder Produktionsplanung. Mit dieser Anbindung können Sie in Zukunft manuelle Doppeleingaben vermeiden und Angebote wesentlich schneller erstellen.
  • Ein Blick in die Zukunft (VR & Präsentation): Stellen Sie sich vor, wo Ihr Unternehmen in 10 Jahren stehen soll. Künftig wird es immer wichtiger, Kunden bereits in der Planungsphase emotional zu überzeugen. Fotorealistische Bilder und Präsentationen in Virtual Reality (VR), wie beispielsweise mit TopSolid Virtual, werden zunehmend zum Standard, um Projekte greifbar zu machen und sich von Mitbewerbern abzuheben.

 

Teil 2: In 4 Schritten zum passenden CAD-System

Vier_Schritte_zur_CAD-Software

Abbildung: KI-generiert

Wie finden Sie nun heraus, welche Software diese Anforderungen am besten erfüllt? Gehen Sie systematisch in diesen vier Schritten vor:

Schritt 1: Liste von Must-Haves erstellen

Erstellen Sie auf Basis Ihrer eigenen Vision einen individuellen Anforderungskatalog. Achten Sie darauf, keine Insellösungen aufzubauen, sondern integrierte Gesamtlösungen anzustreben, die sich in Ihre bestehenden oder zukünftigen Abläufe einbetten lassen.

Schritt 2: Favoriten auf Herz und Nieren testen

Wählen Sie für den Vergleich eine typische, aber komplexe Standard-Aufgabe aus Ihrer eigenen Produktion aus. Fordern Sie Ihre Favoriten-Anbieter auf, Ihnen genau diese Aufgabe in einer Live-Vorführung in der Software zu konstruieren. So sehen Sie sofort, ob das Programm intuitiv bedienbar ist und Sie im Alltag optimal unterstützt.

Schritt 3: Die „Soft Facts“ überprüfen

Die beste Software nützt nichts ohne den richtigen Partner. Prüfen Sie: Passt die Chemie auf Augenhöhe und liegt dem Partner Ihr Erfolg am Herzen? Versteht der Partner Ihre Branche, spricht er Ihre Sprache und hat er entsprechende Referenzen? Und ganz wichtig: Wird die Software kontinuierlich weiterentwickelt und hat der Hersteller eine klare Vision für die Zukunft?

Schritt 4: Ressourcen-Check durchführen

Achten Sie beim finalen Vergleich unbedingt auf versteckte Kosten, denn oft kostet jede zusätzliche Funktion extra. Verlangen Sie detaillierte Komplettangebote, die nicht nur die Software, sondern auch Wartungsverträge, jährliche Updates und vor allem die wichtige Schulung Ihrer Mitarbeiter beinhalten. Erkundigen Sie sich auch bei anderen Anwendern, wie lange es tatsächlich dauert, bis die Software produktiv einsatzbereit ist.

 

Fazit für Ihren Betrieb

Die Wahl des richtigen CAD-Systems ist eine Schlüsselentscheidung. Wenn Sie auf durchgängige, parametrische Workflows, hohe Performance und ein sauberes Datenmanagement setzen, reduzieren Sie Fehler in der Werkstatt, sparen sich die mühsame Fleißarbeit im Büro und machen Ihren Betrieb fit für die Zukunft.