TopSolid'CamSimul - Wozu braucht es noch eine Simulation mit dem NC-Code?

Bei teuren oder schwer zu beschaffenden Rohteilen ist es sinnvoll, den ISO-Code vor der Fertigung nochmals gegenzuprüfen. So können Sie schnell und einfach bei alten, bestehenden NC-Code Programmen sicherstellen, dass der Postprozessor das CAM-Programm auch richtig übersetzt. TopSolid'CamSimul ermöglicht Ihnen diese Prüfung.

 

 

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Wozu braucht es noch eine Überprüfung an der Maschine, wenn doch der Post-Prozessor gut programmiert ist? 

 

Mit der Programmierung des PP erzeugt man einen sogenannten digitalen Zwilling Ihrer Maschinen aus der Werkstatt in der CAM-Software. Das heißt, alle Funktionen und Einstellungen der Maschine, die Ausmaße, Aufspannungen und Werkzeuge werden 1:1 digital abgebildet. Das reicht für die meisten Firmen vollkommen aus. Doch gibt es bestimmte Branchen, wie die Luftfahrtindustrie (vgl. Referenz PFW), in denen eine erneute Simulation des NC-Codes vorgeschrieben ist. In anderen Industrien, wo große, teure und seltene Bauteile (vgl. Referenz Leipert) verarbeitet werden, ist eine doppelte Simulation ebenfalls sinnvoll, damit Kollisionen während der Fertigung möglichst weitgehend vermieden werden.

 

Wie bei jeder Simulation der Realität gilt auch hier, dass die Simulation und die daraus abgeleiteten Ergebnisse nur so gut sein können, wie die Abbildung der Realität in der Simulation ist. So lässt eine Simulation, ob im CAM oder aufgrund des NC-Programmes, keinen Schluss auf erreichte Bauteilgenauigkeiten und -oberflächengüten zu.

In fortgeschrittenen Simulationstools können während der laufenden Simulation Bearbeitungskräfte berechnet werden und der aktuelle Vorschub diesen Kräften angepasst werden, um eine Überlastung zu vermeiden oder die Bearbeitung in Bereichen mit geringer Fräserlast zu beschleunigen.

 

Ziel ist die Kollisionsvermeidung

 

Nach dem 4 Augen-Prinzip geht man mit TopSolid'CamSimul sicher, dass das Fertigungsprogramm genau das macht, was es machen soll. Denn es gibt immer Konstellationen, die man bei der PP-Programmierung nicht berücksichtigt hat, wie zum Beispiel:

 

  • - Verhalten der Maschine in Makros und Zyklen, wie z.B. beim Werkzeugwechsel und bei bestimmten Bearbeitungsmakros

  • - Anpassung des Programmes nach dem Postprozessor-Lauf, z.B. bei Mehrfachspannungen, wo dynamisch die Anzahl der zu fertigenden Teile auf einem Turm festgelegt werden
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  • - Verwenden von alten Programmen oder Versatzstücken, die explizit im CAM nachprogrammiert wurden

 

Änderungen aus der Werkstatt am NC-Programm lassen sich überprüfen

 

Bei hochwertigen und seltenen Bauteilen überlegt man lieber doppelt und dreifach, bevor man die Maschine startet. So kommt es nicht selten vor, dass der Fertiger an der Maschine über das NC-Programm schaut und noch Änderungen direkt am ISO Code vornimmt. Aufgrund seiner Erfahrung weiß dieser genau, was geht und was zu Problemen führt. Damit auch er oder sie sich durch eine Simulation absichern kann, gibt es TopSolid'CamSimul. Denn eine CAM-Software erzeugt aus einer 3D Konstruktion ein CAM-Programm und übersetzt es für die Maschine in ein NC-Programm. Die CAM-Software kann dagegen kein NC-Programm in ein CAM-Programm zurückübersetzen. Das ist eine Einbahnstraße. Möchte man nun bestehende NC-Programme simulieren, benötigt man einen sogenannten "Reverse Postprozessor" mit TopSolid'CamSimul. Die Software übersetzt den ISO Code zurück in CAM Code.

 

Kosten-/Nutzenvergleich

 

Eine TopSolid’CamSimul Lizenz ist zu 100% auf genau eine Maschine in der Werkstatt abgestimmt. Da eine TopSolid'CamSimul Lizenz ähnlich viel kostet, wie eine normale CAM-Lizenz, sollte der Einsatzort genau überlegt sein. Der Einsatz lohnt sich für große, teure Maschinen, auf denen hochwertige und seltene Rohteile bearbeitet werden, damit kostspielige Schäden durch Kollisionen besser vermieden werden können.

 

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